Interview: ver.de

... ein feministisches Unternehmen stellt sich vor!

Ver.de hat das Ziel, Deutschlands erste nachhaltige Sachversicherung zu werden! ver.de möchte anders sein: Nachhaltig, sozial, gemeinwohl-orientiert, genossen-schaftlich und transparent. Dazu haben sie sich in ihrem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung verpflichtet. Sobald sie vollständig finanziert und von der BaFin zugelassen sind, darf sich ver.de offiziell als Versicherung bezeichnen.

Dafür wünschen wir viel Erfolg und vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen!

 

Foto: Gründerin Dr. Marie-Luise Meinhold

 

Was ist Ihrer Meinung nach ein feministisches Unternehmen?

Das bedeutet für uns, dass das Unternehmen ein diverses Team ermöglicht und fördert, in dem alle Mitarbeiter:innen auf Augenhöhe arbeiten und die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben. Und das in allen Bereichen – auch im Aufsichtsrat, in leitenden Positionen und im Vorstand. Dafür müssen sowohl bei der Einstellung neuer Mitarbeiter:innen als auch in der täglichen Unternehmenskultur diese Werte gelebt werden. Das beginnt beispielsweise bei der Vorauswahl der Kandidat:innen für eine offene Stelle, im Bewerbungsgespräch selbst oder bei der Aufgabenverteilungen im Team – da ist „auf Augenhöhe“ und mit gleichen Chancen immer wichtig.

Betrachten Sie sich selbst als ein feministisches Unternehmen, wenn ja: warum?

Mit ver.de setzen wir uns für eine nachhaltige Finanzwirtschaft ein. Und für so einen Wandel braucht es Akteur:innen, die die Finanzwelt mutig, zukunftsorientiert und mit transparenten und fairen Ideen gestalten.

Unsere Gründerin Dr. Marie-Luise Meinhold wäre mit ver.de Deutschlands erste Frau, die eine Versicherung* gründet. Als Frau und Mutter eine Versicherung* gründen? Hier haben wir schon oft kritische Stimmen gehört, ob das funktionieren kann. Wir sagen: Genau das braucht es, um eine nachhaltige, genossenschaftliche und Gemeinwohl-orientierte Entwicklung in der Finanzwelt zu fördern – neue Akteur:innen, die die Gesellschaft und ihre Sorgen und Probleme kennen und vertreten und die wirklich etwas verändern wollen. Auch im Unternehmen setzen wir uns für Diversität und flache Hierarchien ein – sowohl in unserem Team als auch bei unseren Aufsichtsrät:innen, in unserem Nachhaltigkeitsbeirat und bei unseren Vorständ:innen. Wir sind überzeugt, dass mit einem diversen Team, das auf Augenhöhe kommuniziert, der Weg Richtung Nachhaltigkeit nicht nur leichter wird, sondern auch deutlich mehr Spaß macht.

 

*Erst nach vollständiger Finanzierung und der Zulassung durch die BaFin darf ver.de sich
als Versicherung bezeichnen.

Gibt es Aspekte der Themen Diversität, Inklusion und Gleichstellung, die Sie als besonders wichtig erachten?

Uns ist bei all diesen Themen besonders wichtig, auf Augenhöhe zu kommunizieren. Jede:r bei ver.de, aber auch extern, soll offen über mögliche Probleme und Sorgen aber auch Wünsche sprechen können, sich wertgeschätzt fühlen und den Weg von ver.de gerne mit uns gehen. Hier prägt uns das genossenschaftliche Prinzip „Ein Mensch, eine Stimme“.

Haben Sie Beispiele, wie Sie Diversität in Ihrem Unternehmen etabliert haben?

Wir achten sowohl in unserem Team als auch in unserem Aufsichtsrat, Nachhaltigkeitsbeirat als auch unserem Vorstand auf Diversität und Gleichberechtigung. Bei Stellenausschreibungen ist es uns wichtig, alle Menschen anzusprechen und allen Menschen eine Chance zu geben.

Welche Tipps möchten Sie unserer Community mit auf den Weg geben?

Unsere Gründerin Marie hat Erfahrungen gemacht, wie schwierig es ist, als Frau und Mutter ein Unternehmen zu gründen und sich in der Finanzwelt einzubringen. Hier geben wie allen Akteur:innen den Ratschlag: Lass Dich nicht unterkriegen. Rückschläge sind ganz normal und nichts, wofür man sich verbergen sollte. Wenn Du eine für Dich wichtige Idee hast, dann lohnt es sich, sich dafür einzusetzen – nur so können wir eine nachhaltige, soziale und faire Zukunft schaffen. Und: Mit einem glücklichen, diversen Team geht sich der Weg deutlich leichter.


Interview: Anna Bennecke

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